Onkel Willy

„Onkel“ ist eigentlich falsch, denn aus meiner Sicht war Willy ein Großonkel, der drei Jahre ältere Bruder meines Opas Gustl. Ob er lieber „Willy“ oder „Willi“ geschrieben wurde, muss offen bleiben, es gibt über die Jahrzehnte hinweg beide Varianten. Mir ist er sehr nahe gekommen in der Zeit, in der ich mich mit ihm beschäftigt habe, besonders beim Kolorieren seiner Zeichnungen, aber richtig gekannt habe ich ihn eigentlich nicht. Ich erinnere mich nur an wenige Besuche im Karwinkel, mehr an meine Enttäuschung, wenn er abends da gewesen war und ich ihn verpasst hatte, weil ich kleines Mädchen schon im Bett gewesen war. Ich erinnere mich an die frappierende Ähnlichkeit der beiden Brüder, die ein so unterschiedliches Leben führten und daran, dass ich fasziniert war von der einsamen Fremdartigkeit, die ihn umgab.

Neben dem, was ich hier schon aus den Tiefen der diversen Willy-Schachteln ans Licht gebracht habe, habe ich auch noch einiges in petto:

Und hier alles, was ich schon gesammelt habe:

Es war einmal ein Apotheker

Es gibt nicht nur die Willy-Schachtel, aus der ich die Unterlagen, das Tagebuch, Gedichte und Geschichten habe, nein, es gibt auch eine Willy-Mappe, in der seine Skizzen, Malereien und Entwürfe versammelt sind.

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Willys Unfruchtbarmachung

Ich erinnere mich, dass mein Vater und mein Onkel Peter nach Willys Tod mehrere Abende und am Wochenende vermutlich auch Tage unterwegs waren, um seine Wohnung zu räumen. Es gibt die Erzählung, dass er einen großen Schrank hatte, der nur Schachteln enthielt.

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Onkel Willis „Schiksal“

„Mein Intimes“ ist sein Tagebuch aus den Jahren 1916/17, in dem er seine Erlebnisse als Telegrammbote im unruhigen München beschreibt, immer unter dem Vorzeichen der drohenden Einberufung in den großen Krieg, wie der 1. Weltkrieg damals noch heißen konnte.

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